Spezwoche ISS 8

Am Montag begann unsere Projektwoche. Wir trafen uns auf dem Schulareal und machten uns anschliessend zu Fuss auf den Weg in den Zuswiler Wald. Auf dem Grundstück der Familie Notz durften wir einen geeigneten Platz für unser Outdoor-Kochen am Freitag suchen. Dafür möchten wir uns herzlich bei der Familie Notz bedanken. Als wir von der Besichtigung zurück waren, begannen wir mit der Planung des Menüs und der Infrastruktur. Dies kostete uns viel Zeit und Geduld trotzdem freuten wir uns auf dem Freitag.

Am Dienstag ging es für uns ins Technorama. Dies hat uns sehr gefallen und wir konnten vieles Neues kennenlernen, das wir vorher noch nicht wussten. Wir konnten zahlreiche spannende Experimente selbst ausprobieren und dabei verschiedene naturwissenschaftliche Phänomene beobachten. Besonders beeindruckend waren die Shows. Dadurch lernten wir auf eine interessante und abwechslungsreiche Weise viel über Physik, Chemie und Technik. Nach einem erlebnisreichen Tag kehrten wir mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen zurück.

Am Mittwoch ging es für uns früh nach Luzern. Zuerst besichtigten wir die Stadt Luzern, und stiegen dann von der Mussegg hinunter zum KKL. Dort erhielten wir eine kleine Einführung. Wir erfuhren viel über die erste Violine, welche das führende Melodieinstrument im Orchester ist. Ausserdem lernten wir viel über Jean Sibelius, einen berühmten finnischen Komponisten der Spätromantik. Seine Musik wurde stark von der Natur Finnlands und der finnischen Kultur beeinflusst. Er schrieb sieben Sinfonien, wobei sein bekanntestes Werk „Finlandia“ ist. Sibelius gilt bis heute als einer der wichtigsten Komponisten Finnlands. Nach dieser interessanten Einführung bekamen wir einen Rundgang durch das KKL. Dabei konnten wir verschiedene Räume besichtigen und erfuhren viele spannende Informationen über das Gebäude und seine Geschichte. Anschliessend konnten wir bei der Generalprobe zuhören, was uns sehr beeindruckte. Die Musik klang im Konzertsaal besonders schön, da die Akustik hervorragend war. Den Mittag verbrachten wir gemütlich auf dem Europaplatz. Am Ende des Tages fuhren wir mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen wieder nach Hause.

Am Donnerstag mussten wir sehr früh aus den Federn. Bereits um zwei Uhr trafen wir uns mit dem Velo vor dem Feuerwehrlokal in Ettiswil. Im Juni geht die Sonne besonders früh auf – und genau diesen Moment wollten wir erleben. Für einmal gehörten die Strassen ganz uns allein; kein einziges Auto kreuzte unseren Weg von Ettiswil über Buttisholz bis zur Flüsskapelle. Wie kleine Glühwürmchen schlängelten wir uns mit unseren Lichtern den Anstieg zur Arig hinauf.
Dort dämmerte es bereits, und der Himmel begann sich in ein Farbspiel aus Rot, Violett und Blau zu verwandeln. Herrlich. Zu Fuss nahmen wir die nächste Etappe in Angriff und wanderten gemütlich über Etzenerle auf den Rusmelerbärg. Nun begann das grosse Warten. Die einen genossen den weiten Blick über den Sempachersee, andere holten etwas Schlaf nach.
Und dann – pünktlich um 5.31 Uhr – stieg die Sonne über den Horizont und ein neuer Tag brach an. Erstaunlich, wie schnell die Sonne aufgeht und wie rasch sich die Luft erwärmt. Für viele war dieser Moment das Highlight der ganzen Woche.
Nach einem kurzen Fussmarsch durch Wald und Wiesen erreichten wir wieder die Flüsskapelle. Die Abfahrt nach Stöcken war schnell geschafft, und dort erwartete uns ein leckeres Frühstück. Lange hielt es jedoch kaum jemand am Tisch aus, denn der kühle Pool lockte bereits zu einem erfrischenden Morgenbad. Ein herzliches Dankeschön an die Familie Wandeler, dass wir den Gartenunterstand und den Pool benutzen durften.

Am Freitag konnten wir die Planung für unser Outdoor-Cooking-Projekt endlich in die Tat umsetzen. Mit Sack und Pack sowie einer ganzen Menge Material und Werkzeug trafen wir uns beim Schulhaus. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg in den Zuselerwald.
Dort verwandelten sich die Plätze, die wir bereits am Montag erkundet hatten, im Nu in lebhafte Baustellen. Es wurde geschraubt, gehämmert und gezimmert. In Sechsergruppen galt es, eine Feuerstelle sowie eine Sitz- und Essgelegenheit zu bauen. Erstaunlich, welche schönen und stabilen Bauwerke in so kurzer Zeit entstanden. Einige Schülerinnen und Schüler blühten richtig auf und beeindruckten mit handwerklichem Geschick und viel Kreativität.
Das Risotto wurde über dem offenen Feuer gekocht und mit weiteren Beilagen sowie einem Dessert ergänzt. Nachdem alle Camps besichtigt worden waren, hiess es bereits wieder aufräumen und abbauen.

Am Ende waren sich alle einig: Das waren fünf tolle, lehrreiche und abwechslungsreiche Tage.