Tenerolager ISS 8

Freitag - Auf dem Weg zur Erholung

Nach einer Sprintrunde und einer strengen Nacht sah man viele müde Gesichter und einzelne wackelige Beine. Als wir aufgestanden sind machten wir uns bereit und assen das letzte mal „Zmorgä“ in Tenero zusammen, weil heute ist Abreisetag. Bevor wir mit den letzten Aktivitäten beginnen konnten, mussten wir noch schnell unsere Koffer packen. Danach wurden die Zimmer und das ganze Lager gründlich geputzt. Einige von uns halfen beim Aufräumen, während andere noch Maxitramp, Tischtennis, Volleyball oder Fussball spielten. Nachdem wir mit dem Putzen fertig waren, holten wir unser Mittagessen und assen gemeinsam. Anschliessend hatten wir noch etwas Zeit, unsere letzten Sachen zu packen und uns für die Abreise vorzubereiten. Danach trafen wir uns alle zusammen und warteten darauf, dass es mit der Heimreise losging. Danach liefen wir mit unseren Koffern bis zum Bahnhof und stiegen in den Zug ein. Im Zug verstauten wir unsere Koffer zwischen den Sitzen oder auf den Ablageflächen. Anschliessend suchten wir uns einen Platz und machten es uns gemütlich. Während der Zugfahrt unterhielten wir uns, erzählten uns von den Erlebnissen der letzten Tage und genossen die letzte gemeinsame Zeit (im Schlaf).

Donnerstag - Die letzten Male

Nach einer langen Nacht freuten sich alle auf das Frühstück, da wir alle von gestern noch Ovo – Crunchy - Cream mitgenommen haben. Nach dem Frühstück konnten wir neue Aktivitäten ausprobieren, wie zum Beispiel Fechten oder auch Kanu fahren auf dem Lago Maggiore. Leider haben wir bei der Anreise zum Fechten die versteckte Galerie nicht gefunden und dabei ein Schüler verloren. Nachdem wir den Schüler beim Zuschauen einer Tanzgruppe wieder gefunden haben, gingen wir in die Halle. Bis alle die Hallenturnschuhe angezogen hatten, war auch schon die halbe Zeit vom Fechten vorbei. Dennoch hatten wir in allen vier Atelier viel Spass. Nachdem alle viel Sport gemacht haben, hatten wir alle grossen Hunger und freuten uns auf das leckere Cordon Bleu. Kaum in der Mensa angekommen, mussten wir leider feststellen, dass statt dem Cordon Bleu nur Roastbeef mit einer Sauce auf dem Teller war. Dennoch wurden wir alle satt. Nach dem Mittagessen hatten wir kurz Zeit, um uns für das nächste Atelier vorzubereiten. Man konnte Spikeball, Capoeira oder noch einmal Fechten ausprobieren. Anschliessend an das Spikeball durfte die Gruppe noch eine lustige Wasserschlacht erleben. Alle waren völlig durchnässt und hatten viel Spass. Nach diesem strengen und auch lustigen Tag freuten wir uns alle auf das Grillieren am See. Mit etwas Geduld durften schliesslich alle ein letztes Abendessen geniessen. So verabschiedete sich eine Schülerin mit den Worten "wir hatten die ganze Woche super Essen" in die Handystunde - und damit in die letzte Nacht vor der Heimreise.

Mittwoch - Hilfsbereitschaft zahlt sich aus

Heute hat der dritte Tag begonnen, indem wir mit einer schönen Gutenmorgenmusik geweckt wurden. Anschliessend haben wir uns um 6:50 Uhr vor unserem Gruppenraum versammelt, damit wir alle genügend Ovo-Crunchy-Cream schnousen konnten. Nachdem Zmorgenessen gingen wir zurück in unser Zelt, um uns für die bevorstehende Wanderung passend zu bekleiden. Mit der entsprechenden Ausrüstung starteten wir unseren Wandertag zu Fuss bis zur Bushaltestelle, wobei uns der Chauffeur bei der Römerbrücke abgeladen hat. Dort zogen die meisten ihre Badesachen an, um sich in dem klaren Wasser abzukühlen. Wir waren dabei die Hauptattraktion für viele Senioren, welche eine Riesenfreude hatten, als einige vom Felsen gesprungen sind. Anschliessend traten wir die Wanderung an. Bis zum Mittagshalt ging es ziemlich zackig. Wir konnten unser Zmittag in einem winzigen aber sehr hübschen Dörfli geniessen. Corippo hat nämlich nur 9 Einwohner. Einer davon kam direkt mit seinem Einkauf an, wobei die Jungs dann so hilfsbereit waren, dass sie ihm geholfen haben, seinen Wein in den Keller zu tragen. Die Wanderung war schön und sehr lange. Von der Brücke aus sind wir insgesamt 4 Stunden geloffen, um zu einer der grössten Staumauern der Schweiz zu gelangen. Dabei liefen wir über viele verschiedene Hügel und unzählige Steine. Als wir endlich bei der Staumauer angekommen sind, fielen uns allen die Füsse vor Schmerzen ab. Spätestens zu diesem Zeitpunkt haben sich auch einzelne Schuhsohlen verabschiedet. Zum Glück durften wir dann wieder mit dem Bus bis nach Tenero fahren, wobei wir am Ende der Wanderung dann noch eine Eis spendiert bekommen haben, was wir alle sehr toll fanden!

Dienstag - Der Tag der Taschlampenchallenges

Die erste Nacht im Zelt war sehr lustig. Obwohl wir alle sehr müde waren, dauerte es eine Weile, bis es wirklich ruhig wurde.

Am Dienstag war eine Gruppe beim Klettern an den Felsen in Ponte Brolla. Es hat sehr viel Spass gemacht. Vor allem die Challenge um die Taschenlampe hat alle angespornt, die schwierige Route zu klettern. Auch der Teamwork und die verschiedenen Hebe-Techniken waren dabei besonders spannend. Die Taschenlampen wechselten also am Abend erneut den Besitzer. Nach dem Klettern ging die Gruppe noch an die Maggia, wo sich alle abkühlen konnten. Einige sprangen bis zu sieben Mal vom Felsen ins Wasser. Nach einer gewissen Zeit trauten sich auch alle Mädchen zu springen und freuten sich über die Abkühlung.

Auch das Atelier Street Racket war sehr cool. Das Spiel war nicht allzu schwierig und trotz der Hitze machte es sehr viel Spass. Die Situation beim Skaterhockey, als Nick ins Goal rutschte, brachte alle zum Lachen.

Bei den Ateliers Bogenschiessen und SUP brauchte es etwas mehr Konzentration. Trotzdem waren auch diese Ateliers sehr lustig und lehrreich.

Am Abend konnten wir noch freiwillig Tennis spielen. Das sorgte ebenfalls für viel Freude und spannende Momente. Die Lehrpersonen wurden dabei herausgefordert und wir sind schon richtig ein Team.

Montag - Rein in den Sommer und voll sportlich

Am Morgen haben wir uns um 8.15 Uhr in Ettiswil getroffen, um gemeinsam nach Tenero zu reisen. Bei noch regnerischem Wetter sind wir mit dem Bus nach Sursee und von dort mit dem Zug direkt nach Tenero gefahren. Kaum waren wir durch den Gotthard, hat uns bereits die Sonne angeschienen.
Nach einem kurzen Marsch zum Areal konnten wir schon unsere Betten beziehen. Die Betten sind zwar schmaler als zu Hause und in einem Zelt untergebracht, aber genau das macht das Lagerfeeling noch besser. Danach haben wir unseren selbst mitgebrachten Lunch gegessen und das Areal erkundet.
Am Nachmittag ging es bereits mit der ersten Sportart los. Bei wunderschönem Wetter und warmen Temperaturen haben wir beim Kanu, Street Racket, Klettern und Skaterhockey alles gegeben.
Beim Klettern waren vor allem die Höhe und die schwierigeren Routen ein Highlight. Das Kanufahren war sehr lustig und auch die Challenges haben Spass gemacht. Beim Skaterhockey war bereits das Vorwärtskommen eine Herausforderung. Dafür war das gegenseitige Umschupfen umso lustiger. Beim Street Racket haben einige eine neue Lieblingssportart entdeckt und bereits in den zwei Stunden riesige Fortschritte gemacht. Das Französischsprechen mit anderen Jugendlichen war dabei allerdings weniger erfolgreich.
Die Kanuleiterin und die Leiter:innen der anderen Sportarten waren sehr zufrieden mit unserem Einsatz. Viele haben nach den Sportarten noch den Sprung ins Wasser gewagt und genossen, bevor es zum Nachtessen ging.
Das Nachtessen war für viele besser als erwartet. Fisch, Reis, Pizzoccheri, Salat und vor allem die vier (!) Stracciatella-Glaces haben uns wieder Energie gegeben.
Nach dem Nachtessen haben wir in Zweiergruppen einen OL gemacht und dabei das ganze Areal noch besser kennengelernt. Einige haben dabei noch extra Meter zurückgelegt, während sich andere auf der Rundbahn zusätzlich ausgetobt haben. Eine Dusche hatten danach wohl alle mehr als nötig.
Wir sind glücklich, müde und freuen uns auf unsere erste Nacht im Zelt.